Siegerentwurf sieht 350 bezahlbare Wohnungen in Bayreuth vor

Luftbild des neuen Quartiers an der Ludwig-Thoma-Straße in Bayreuth
Bild: Architekturbüro H2M Architekten + Stadtplaner

Nachdem bereits am 19. September 2019 die Gewinner des Architektenwettbewerbs für ein Wohnungsbau-Projekt der BayernHeim mit rund 100 Wohnungen in Fürth bekannt gegeben wurden, traf sich nun, am 20.02.2020, das Preisgericht des städtebaulichen Realisierungswettbewerbs für ein Projekt der BayernHeim in Bayreuth. Wettbewerbssieger unter 11 Teilnehmern sind H2M Architekten + Stadtplaner mit de Buhr Landschaftsarchitekten. Die Ergebnisse werden vom 2. bis 13. März im Staatlichen Bauamt Bayreuth ausgestellt.

Die staatliche Wohnungsbaugesellschaft BayernHeim bringt damit ihr nächstes großes Bauprojekt auf den Weg: Auf den staatlichen Flächen der ehemaligen Röhrenseekaserne an der Ludwig-Thoma-Straße in Bayreuth wird in den nächsten Jahren Wohnraum für Familien mit niedrigerem Einkommen entstehen. Der Siegerentwurf sieht vor, rund 350 Wohnungen in drei Wohnblöcken auf dem bisher überwiegend als Parkplatz genutzten Gelände unterzubringen. Durch das Konzept wird eine Lücke im Stadtgewebe geschlossen, bisher getrennte Siedlungsbereiche werden miteinander verbunden.

„Ebenso wie an weiteren bayerischen Standorten wie z.B. Ingolstadt, München und Fürth schafft die BayernHeim mit diesem Projekt nun auch am Standort Bayreuth Wohnraum für Haushalte, die auf dem angespannten Markt keine Chance auf eine angemessene Wohnung haben“, so Peter Baumeister, Geschäftsführer der BayernHeim GmbH.

Die BayernHeim hat den Architektenwettbewerb ausgelobt, um aus einer Bandbreite von Lösungen die am besten für den Standort geeignete auswählen zu können und so eine effiziente Nutzung des Grundstücks und gleichzeitig eine hohe Wohn- und Aufenthaltsqualität sicherzustellen.

Bayerns Bauministerin Kerstin Schreyer gratuliert dem Siegerteam: „Der Bau von Wohnungen ist die zentrale Herausforderung für die nächsten Jahre. In Bayreuth entsteht nun im Rahmen eines städtebaulichen Gesamtkonzepts ein neues Wohnquartier in fußläufiger Entfernung zur Innenstadt, von dem auch die bestehende Nachbarschaft profitieren wird. Wir wollen so nicht nur angemessenen Wohnraum für Menschen in jeder Lebensphase schaffen, sondern auch die bisher wenig genutzte Brachfläche aufwerten und beleben. (…) Das Wohnquartier wird Wohnungen sämtlicher Größen enthalten, die Wohnungen werden vollständig barrierefrei sein und mit der integrierten Kindertagesstätte wird auch ein wichtiger Beitrag zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie geleistet.“

Das Preisgericht lobte besonders das abwechslungsreiche Freianlagenband mit dem Quartiersplatz und dem Hof des Arbeits- und Sozialgerichts, das das Neubauquartier mit dem bestehenden Wohngebiet im Osten verknüpft. Dort soll auch eine attraktive Fuß- und Radwegeverbindung zwischen dem Stadtzentrum und dem Naherholungsgebiet Röhrensee geschaffen werden.

In einem nächsten Schritt wird die BayernHeim die weitere Ausarbeitung der Planung beauftragen und einen Bauantrag für den 1. Bauabschnitt mit rund 130 Wohnungen bei der Stadt einreichen. Die Bauarbeiten können voraussichtlich im Jahr 2022 beginnen.

Perspektive auf einen Wohninnenblock
Bild: Architekturbüro H2M Architekten + Stadtplaner
Perspektive auf die Wohnbebauung
Bild: Architekturbüro H2M Architekten + Stadtplaner